100 Jahre werden wir schon nicht schlafen…

Und plötzlich kommt alles anders. Wirbelt ein Virus alle Pläne über den Haufen, werden aus Zukunftsmusik Durchhalteparolen. Jetzt müssen wir uns kollektiv fragen: Wie geht es weiter? Und wo wollen wir stehen, wenn Corona überstanden ist?

von Katharina Raab

26. März 2020

Klar, wer nun gänzlich schwarzsieht, hat in diesen Zeiten schon verloren. Stattdessen beobachten wir jeden Tag fasziniert auf allen sozialen Kanälen, was passiert, wenn man kreative und findige Menschen zu Hause sich selbst überlässt: Es sprießen Hilfsbereitschaft, Solidarität und Herz in allen Formen und Farben. Ein ganzer Globus rauft sich größtenteils zusammen und findet Lösungen, sich trotz Distanz und Einschränkungen nahe zu bleiben, wach zu bleiben, im Spiel zu bleiben. Nie waren Worte wie „Lockdown“ oder „Social Distance“ so zuversichtlich besetzt wie in diesen Tagen. Und wann haben wir bitte schön zuletzt gelernt, den totalen Widerspruch zu umarmen, wenigstens zu akzeptieren?
Hat man die Krise einmal mit dieser rosafarbenen Brille betrachtet, sie vielleicht mit ein paar hübschen Frühlings-Blümchen geschmückt oder ihr einen lustigen Bart angeklebt und neben den Laptop ins Homeoffice gestellt, mag man sich vielleicht nicht mehr ganz so akut vor ihr fürchten. Die Angst um die Gesundheit der Liebsten vergessen. Für einen Moment. Begründete Sorgen bleiben. Die Wirtschaft zuckt, und jede Existenz zuckt mit. Eine Gesellschaft hinter Fensterscheiben, die sich Mut macht: 100 Jahre werden wir schon nicht schlafen wie Dornröschen hinter ihrer Dornenhecke. Und ein leises „hoffentlich“ hinterherschiebt.

„Vielleicht müssen wir noch eine Weile auf die Rosenhecke starren. Jede Blüte ein Fragezeichen. Jeder Dorn eine Wahrheit.“

Denn was wartet am Ende des Lockdowns, der verordneten physischen Distanz, der Quarantäne, der Selbstisolation? Wie überstehen wir diese krisenbedingte Limitation und Transformation als Mensch, aber auch als Unternehmen? Wie bleiben wir nicht nur gesund, sondern im Spiel? Wie soll uns ein Prinz (wer mag, natürlich auch eine Prinzessin) bitte schön wachküssen, wenn irgendwann doch alle einen Mundschutz tragen …?
Vielleicht müssen wir noch eine Weile auf die Rosenhecke starren. Jede Blüte ein Fragezeichen, das wir sehr genau betrachten werden. Jeder Dorn eine Wahrheit, mit der wir umgehen lernen müssen. Kommunikation ist für uns weiterhin der Schlüssel. Unser Rüstzeug. Unsere Superkraft. Unser Prinz und unsere Prinzessin. Nicht nur um uns außerhalb von Agenturräumen als verstreutes Team nah zu bleiben, sondern auch um unseren Kunden und Partnern noch näher zu kommen. Wir gestalten diesen Widerspruch aus Nähe und Distanz. Aus Rezession und Chance. Aus Stillstand und Sprint. Vor allem aber bieten wir die Stirn. Die Rosenhecke trimmen wir selbst.

Dornröschen gelesen von Katharina Raab

von Gebrüder Grimm

Transparent. Ehrlich. Zuversichtlich.

Wir bleiben zu Hause. Wir bleiben Ihnen nah.
Wir bleiben zusammen wach. Wir bleiben gemeinsam neugierig.
Wir bleiben gemeinsam im Gespräch.
Natürlich teilen wir diesen Spirit auch mit Ihnen, mit unseren Kunden, Partnern und Freunden.

Auf jeden von uns wartet gerade eine sehr persönliche Heldenreise, eine Verwandlung. Und wir sehen uns – jetzt und nach Corona.
Lassen Sie uns gemeinsam weiter tun, was Sie und was wir am besten können.
Und lassen Sie uns heute schon in Angriff nehmen, was nach Corona sein wird.

100 Jahre werden wir schon nicht schlafen …

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